Grüne Werbestrategien: Wie du deine Kampagnen nachhaltiger gestalten kannst 

Management Summary

Nachhaltigkeit in der Online-Werbung umfasst ökologische, soziale und ethische Aspekte – von energieeffizienter Ausspielung bis zu verantwortungsvollen Inhalten. Wirklich nachhaltig zu handeln bedeutet mehr, als nur Kampagnen technisch zu optimieren. Doch auch viele kleine Schritte – wie effizientere Prozesse, gezielteres Targeting und bewusst eingesetzte Kreativstrategien – können einen wichtigen Beitrag leisten. Dieser Artikel zeigt, wie Unternehmen mit DV360 ihre Werbung ressourcenschonender gestalten können, ohne Performance-Einbußen in Kauf zu nehmen.

In einer Welt, die zunehmend auf Nachhaltigkeit achtet, stehen auch digitale Kampagnen auf dem Prüfstand. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit in der Online-Werbung konkret? Und wie können Unternehmen „grün werben“, insbesondere mit den Tools, die uns täglich zur Verfügung stehen?

Was bedeutet Nachhaltigkeit in der Online-Werbung?

Einerseits gilt es ökologische Aspekte wie den Energieverbrauch von Servern, Rechenzentren und Ad-Delivery-Systemen zu berücksichtigen – Bereiche, in denen auch Google mit energieeffizienten Infrastrukturen und dem Ziel der Klimaneutralität bis 2030 ansetzt. Ebenso wichtig sind soziale und ethische Fragen: Welche Wirkung haben meine Werbeinhalte auf die Gesellschaft, und welche Verantwortung tragen Unternehmen gegenüber Konsument*innen – etwa im Hinblick auf Transparenz und die Vermeidung von Greenwashing?

Was kann ich konkret tun?

Gerade Display- und Video-Kampagnen haben durch ihre datenintensive Natur (große Creatives, hohe Reichweiten, häufiges Retargeting etc.) einen überdurchschnittlich hohen ökologischen Fußabdruck – bieten aber gleichzeitig gute Hebel zur Optimierung, ohne auf Performance zu verzichten.

Hier sind konkrete Maßnahmen, wie du Display- und Video-Kampagnen nachhaltiger gestalten kannst:

  1. 01

    Technische Optimierungen

    Formatwahl & Dateigrößen reduzieren
    • Verwende leichtere Bildformate wie WebP anstelle von PNG/JPG.
    • Komprimiere Video-Assets, ohne merkbaren Qualitätsverlust.
    • Vermeide unnötig große Creatives (>150–300 KB bei Display, <1 MB bei kurzen Videos). DV360 gibt dir hier klare Richtlinien und Warnungen.
    Autoplay & hohe Bitraten vermeiden
    • Verzichte wenn möglich auf Autoplay mit Ton.
    • Nutze adaptive Streaming-Technologien, die sich an Netzqualität und Endgerät anpassen. YouTube nutzt beispielsweise ABR (Adaptive Bitrate Streaming), um die Qualität des Videos automatisch an die Internet-Verbindung und das Device des Users anzupassen und so die User Experience zu optimieren und Datenverbrauch zu minimieren.
    Ladezeiten optimieren
    • Schnelle Creatives = weniger Energieverbrauch = bessere UX. DV360 legt großen Wert auf schnelle Ladezeiten, was sich positiv auf deine Kampagnen auswirkt.
    • Lazy Loading bei eingebetteten Display Ads auf der eigenen Website. Das bedeutet, dass die Inhalte (bzw. Ads) erst dann geladen werden, wenn diese auch benötigt werden – z.B. durch Scrollen in den sichtbaren Bereich.
    Mobile-First denken
    • Mobile Ads sind oft leichter und werden bevorzugt konsumiert. DV360 ist darauf ausgelegt, mobile Kampagnen effizient auszuspielen.
    • Vermeide Fullscreen-Interstitials oder überladene Rich-Media-Formate, die auf mobilen Geräten störend wirken können.
  2. 02

    Targeting & Ausspielung verbessern

    Zielgruppenspezifische Ausspielung
    • Vermeide „Spray & Pray“: Schalte gezielter, statt Millionen von unnötigen Impressions. DV360 bietet präzise Targeting-Optionen, um deine Zielgruppe genau zu erreichen.
    • Nutze Audiences & Kontext-Targeting für Präzision. Die Algorithmen von Google helfen dir, die relevantesten Nutzer*innen zu finden.
    Gezielte Tageszeiten & Standorte
    • Reduziere Ausspielung zu Zeiten mit geringer Performance (z. B. nachts).
    • Schalte regional, um Streuverluste zu vermeiden.
    Frequency Capping nutzen
    • Begrenze die Häufigkeit der Werbeausspielung pro Nutzer*in: Weniger Redundanz = weniger CO₂. DV360 bietet umfassende Frequency Capping-Optionen, die deine Kampagnen nicht nur „grüner“, sondern auch performanter machen, da mit demselben Budget mehr User erreicht werden können.
    KI-gesteuerte Optimierung nutzen
    • Nutze die KI-gesteuerten Optimierungsfunktionen. Diese Lösungen sind per se nicht umweltfreundlicher als andere Kampagnentypen, jedoch führt die Effizienzsteigerung durch Automatisierung zu einem besseren Einsatz des Werbebudgets und der Ressourcen, was indirekt nachhaltiger ist. Sie optimieren deine Gebote in Echtzeit, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
  3. 03

    Creative Optimierung

    Relevanz statt Reizüberflutung

    Reduziere Animationen, Overlays oder Loops – sie verbrauchen nicht nur mehr Daten, sondern wirken auch schnell aufdringlich. Setze auf klare Botschaften.

    Storytelling in kurzen Formaten

    Kurze Videos (6–15 Sek.) sind nicht nur effizienter, sondern auch nachhaltiger in der Ausspielung. YouTube Shorts sind hier ideal.

    Wiederverwendung statt ständiger Neuerstellung

    Nutze Creatives mehrfach (Cross-Plattform), statt für jede Kampagne neue Assets zu produzieren.

  4. 04

    Messung & Optimierung mit Nachhaltigkeitsfokus

    KPI-Erweiterung um „Green Metrics“

    Achte nicht nur auf Klickrate und Conversion – tracke auch CO₂/Impression. Berechne den Energieverbrauch pro 1.000 Impressions oder pro Conversion. Hier kann z.B. der Carbon Footprint Report von Google eine sinnvolle Basis bilden, um die Emissionen durch Google Infrastruktur zu analysieren. Für umfangreichere Daten zum CO2 Ausstoß kann man auch mit Drittanbietern zusammenarbeiten.

    Anbieter mit Nachhaltigkeitsfokus wählen

    DSPs, Publisher oder Netzwerke, die CO₂-kompensieren oder klimaneutral agieren. Google beispielsweise strebt bis zum Jahr 2030 Klimaneutralität an. Nachhaltige Wassernutzung (z.B. Trinkwasser Regeneration in Büros und Rechenzentren) und Kreislaufwirtschaft (z.B. keine Abfälle mehr, die auf Deponien landen, oder plastikfreie Verpackungen) sind weitere zentrale Punkte bei diesem Vorhaben. Details zu Google und Nachhaltigkeit kann man hier nachlesen.

Warum lohnt sich Nachhaltigkeit in der Werbung?

Studien zeigen, dass nachhaltige Marken bevorzugt werden. Daraus kann also ein Wettbewerbsvorteil entstehen. Außerdem wird durch Regulierungen wie den European Green Deal Greenwashing bekämpft, da Begriffe wie „nachhaltig“ nur verwendet werden dürfen, wenn es dafür auch zuverlässige Nachweise gibt. Auch die Branche selbst setzt Initiativen wie Ad Net Zero: eine branchenweite Initiative der Werbebranche, die darauf abzielt, die CO2-Emissionen in der Werbung bis 2030 auf Netto-Null zu reduzieren.

Fazit: Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Nachhaltigkeit in der Online-Werbung beginnt mit Bewusstsein – und endet nicht beim CO₂-Ausgleich. Wer schon bei der Planung auf ökologische, soziale und ethische Aspekte achtet und auf eine intelligente und durchdachte Ausspielung setzt, kann sowohl der Umwelt als auch seiner Marke etwas Gutes tun.

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