sGTM & Firestore: Gewinnmarge für wertbasiertes Bieten nutzen
Management Summary
Dieser Artikel bietet dir Input zu folgenden Punkten:
- Erweitere Web-Events in Echtzeit.
- Sende Gewinnspannen für wertbasierte Gebote.
- Nutze Firestore zusammen mit dem serverseitigen Google Tag Manager.
Hole mehr aus deiner serverseitigen Tracking-Infrastruktur heraus
Hast du einen serverseitigen Google Tag Manager eingerichtet, diesen bisher jedoch nur dazu genutzt, Daten aus dem clientseitigen Container weiterzuleiten? Das ist zwar bereits nützlich, doch du kannst mit deiner serverseitigen Tracking-Infrastruktur noch mehr erreichen.
Anstatt Daten einfach direkt von der Website über den clientseitigen GTM an den serverseitigen GTM und weiter an verschiedene Tools im Marketing-Stack weiterzuleiten, bietet der serverseitige GTM Möglichkeiten, Daten aus anderen Quellen abzurufen.
Use Case: Gewinnspanne – Warum der Umsatz allein im Marketing oft zu kurz greift
Ein Beispiel sind Daten zur Gewinnspanne. Die gängige Vorgehensweise, um den Wert eines Kaufs auf deiner Website an verschiedene Marketing-Tools zu übermitteln, besteht darin, den Umsatz zu senden – also den Betrag, den der Website-Besucher für das gekaufte Produkt bezahlt hat.
Aus geschäftlicher Sicht ist jedoch oft relevanter, wie viel Gewinn dein Unternehmen mit diesem Verkauf erzielt hat. Das Problem ist, dass der Preis zwar öffentlich zugängliche Information ist, die Gewinnspanne jedoch vor den Mitbewerbern geheim gehalten werden soll. Du kannst sie also nicht einfach im dataLayer offenlegen. Für diesen Zweck ist serverseitiges GTM in Kombination mit Firestore eine hervorragende Lösung.
Was ist Firestore? Es handelt sich um eine Datenbank, die über Google Cloud verfügbar ist. Ursprünglich für die App-Entwicklung konzipiert, ist sie auf die Speicherung von Daten spezialisiert, sodass diese sehr schnell gelesen und aktualisiert werden können. Es fallen zwar Kosten an, aber du zahlst nur für das, was du tatsächlich nutzt. Je nach Anwendungsfall ist dies für Tracking-Projekte in der Regel sehr erschwinglich, da vergleichsweise wenige Daten gelesen oder aktualisiert werden.
Gewinnspanne anreichern: So funktioniert das Setup mit Firestore und sGTM
Bild: Visualisierung des Datenflusses bei der Datenanreicherung mit Firestore und serverseitigem GTM. Quelle: e-dialog
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Die Gewinnspanne für jedes Produkt wird in der Firestore-Datenbank gespeichert.
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Wenn der Nutzer die Website besucht und einen Kauf tätigt, löst der clientseitige Container einen GA4-Tag aus.
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Die Anfrage gelangt zum serverseitigen Container, und ein Floodlight- oder Google-Ads-Tag wird ausgelöst. Dabei geschehen zwei Dinge.
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Zuerst übernimmt eine Variable die ID der gekauften Produkte, sendet eine Anfrage an Firestore und ruft die Margendaten für diese Produkte ab. Diese werden dann zu einem neuen, um die Marge bereinigten Gesamtgewinn für den Kauf addiert.
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Danach sendet das Tag eine Anfrage mit dem neuen Gewinn an googletagmanager.com und erhält im Gegenzug den Hash-Wert zurück. Dieser Hash-Wert wird dann anstelle des Werts im Klartext verwendet. Dadurch ist es möglich, die ausgehende Anfrage über den Browser zu senden (so funktionieren serverseitige Floodlight- und Google-Ads-Tags), ohne dass der Wert im Browser sichtbar ist. Beachte, dass dies nur für Werte funktioniert, die im Feld „Revenue“ gesendet werden.
Dies kann dann für verschiedene wertbasierte Gebotsstrategien genutzt werden. Wenn du weitere Daten hast, mit denen du den Gewinnwert anpassen möchtest – beispielsweise einen Multiplikator für die Rücklaufquoten verschiedener Produktkategorien oder bestimmter Produkte –, ist dies ebenfalls möglich.
Welche technischen Voraussetzungen brauchst du für die Umsetzung?
- Du benötigst ein Google Cloud-Projekt; dies kann entweder eines sein, das du bereits für serverseitiges GTM nutzt, oder ein brandneues.
- Einen serverseitigen GTM-Container mit Zugriffsberechtigungen für das Cloud-Projekt. Dies ist auch mit serverseitigen Containern möglich, die nicht auf GCP gehostet werden.
- Die Möglichkeit, die Marge für jedes Produkt auf dem neuesten Stand zu halten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Firebase zu aktualisieren – von eher manuellen bis hin zu stärker automatisierten Verfahren. Idealerweise sollte Firebase so oft aktualisiert werden, wie sich der Produktkatalog ändert. Hier gibt es keine festen Vorgaben; je veralteter die Daten sind, desto ungenauer sind die Informationen, die bereitgestellt werden.
Die Vorteile der Verwendung von serverseitigem GTM + Firestore:
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01
Echtzeit
Funktioniert in Echtzeit und ist schnell genug, um Web-Events zu aktualisieren.
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Datensicherheit
Daten können sicher und verborgen bleiben.
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Modellierung
Die Modellierung von Google funktioniert wie gewohnt, da du mit Web-Events arbeitest.
Weitere Möglichkeiten zur Datenanreicherung
Wenn du weitere Daten nutzen möchtest, die nicht in Echtzeit zu den Web-Events hinzugefügt werden müssen, kannst du den Google Data Manager verwenden. Mehr dazu erfährst du in unserem entsprechenden Blogbeitrag zu ‚First-Party-Daten mit dem Google Ads Data-Manager importieren’.
Einen weiteren interessanten Anwendungsfall für Firestore und serverseitiges GTM findest du im Artikel meines Kollegen Ekrem zum Thema „Cookie-loses Tracking“.
Fazit: Denke groß bei deinen Web-Events
Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie du Daten im serverseitigen GTM anreichern kannst. Firestore ist schnell und zuverlässig – denke also groß: Überlege dir, was für dein Unternehmen wirklich nützlich wäre und welche Daten du an einer Stelle hast, die an anderer Stelle einen hohen Mehrwert schaffen könnten. Neben dem Auslesen von Werten aus der Firestore-Datenbank kannst du dort auch in Echtzeit Daten schreiben. Anstatt also deine Web-Events lediglich mit Informationen aus deiner Datenbank anzureichern, kannst du deine Datenbank auch mit Informationen aus deinen Web-Events versorgen, ohne dabei ein Werbetool eines Drittanbieters zu nutzen.