GA4 mit JENTIS nutzen: Worauf du achten musst
Management Summary
GA4 und JENTIS: Besonderheiten bei der serverseitigen Konfiguration
Du hast GA4 und JENTIS im Einsatz? Wir zeigen dir, welche Besonderheiten du bei der Konfiguration beachten solltest, um eine valide Datenerfassung sicherzustellen.
Als zertifizierter JENTIS Partner schätzen wir unter anderem die Plattform vor allem für ihre Fähigkeit, Datenhoheit und DSGVO-Konformität perfekt zu vereinen. Während GA4 viele automatische Funktionen über die Google-eigene gtag.js-Bibliothek im Browser ausführt, werden die Daten bei JENTIS ohne diese Bibliothek erfasst und anschließend serverseitig verarbeitet.
Dadurch stehen GA4 bestimmte Informationen und Automatismen nicht mehr direkt zur Verfügung. Funktionen, die normalerweise durch die gtag.js im Browser ausgelöst oder angereichert werden, müssen deshalb in JENTIS nachgebildet bzw. dort konfiguriert werden.
1. Enhanced Measurement Events: Automatische Erfassung ohne gtag.js nachbilden
Im klassischen GA4 Setup werden Interaktionen wie Klicks auf externe Links, Dateidownloads, interne Suchanfragen, Formulare oder Scrolls automatisch erfasst.
Worauf zu achten ist:
Die automatische Erfassung dieser Interaktionen basiert auf der gtag.js-Bibliothek, die im Browser ausgeführt wird. Da die Datenerfassung bei JENTIS ohne diese Bibliothek erfolgt, kann GA4 die entsprechenden Interaktionen nicht selbstständig erkennen. Die Einstellungen für Enhanced Measurement im GA4 Datenstream greifen daher in einem JENTIS-Setup nicht wie gewohnt.
Die Lösung:
Um diese Events trotzdem erfassen zu können, werden Custom Events benötigt. Diese lassen sich mittels DataLayer auf der Seite hinzufügen und dann direkt in JENTIS anlegen. JENTIS erfasst anschließend die Klicks oder Scrolls und übergibt sie als saubere Ereignisse an GA4. Das Ergebnis in den Berichten ist identisch und erfordert im Setup lediglich den bewussten Weg über das Backend.
2. Datenfilter in GA4: Traffic-Ausschluss direkt auf dem JENT Server konfiguren
In der GA4 Oberfläche lassen sich standardmäßig Filter einrichten, um beispielsweise internen Traffic (mittels IP-Adressen) oder Entwickler-Daten (Developer Traffic) aus den Berichten auszuschließen.
Worauf zu achten ist:
JENTIS verarbeitet die Daten bereits vor der Übermittlung an Google und kann dabei Informationen filtern oder pseudonymisieren. Dadurch stehen bestimmte Daten in GA4 nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form zur Verfügung.
Die Lösung:
Die Datenbereinigung findet bei diesem Setup direkt auf dem JENTIS-Server statt. Wer internen Traffic ausschließen möchte, konfiguriert diese Filterregeln einfach direkt in JENTIS.
3. Key Events & Conversions in JEN statt im GA4 Backend definieren
Damit GA4 wichtige Interaktionen (wie Käufe oder Lead Formulare) als Conversion zählt, markiert man diese in GA4 als Key Event.
Worauf zu achten ist:
Wer versucht, Key Events in GA4 zu markieren, stößt dabei an seine Grenzen.
Die Lösung:
Die Logik wandert auch hier ein Stück nach vorne. Wichtige Key Events werden direkt in JENTIS definiert und als solche an GA4 übergeben.
4. Google Signals & demografische Daten: Grenzen bei 100 % Server-Side Tracking
Google Signals hilft dabei, geräteübergreifende Nutzerpfade zu tracken, demografische Daten (wie Alter, Geschlecht und Interessen) zu erfassen und Zielgruppen für das Remarketing zu bilden.
Worauf zu achten ist:
Google Signals kann im GA4 Backend zwar aktiviert werden, hat jedoch keinen Einfluss auf die Daten. Da JEN als 100%iges Server-Side-Tracking läuft, fehlen Google im Browser die direkten Client-Schnittstellen. Die Folge: Es landen keine demografischen Daten wie Interessen oder das Geschlecht in GA4 und erstellte Zielgruppen werden nicht befüllt.
Die Lösung:
Zielgruppen sollten direkt in den jeweiligen Werbeplattformen wie Google Ads oder Meta aufgebaut werden. Für die Erfolgsmessung empfiehlt sich die Nutzung entsprechender Conversion-Tags.
Fazit
Das Zusammenspiel von GA4 und JENTIS bietet Unternehmen eine sehr gute Infrastruktur. Als Partner auf beiden Seiten wissen wir: Wer von der clientseitigen Messung auf die serverseitige Architektur von JENTIS umstellt, muss lediglich umdenken. JENTIS übernimmt die Kontrolle im Frontend und füttert GA4 mit aufbereiteten Daten. Enhanced Measurement Events, Filterlogiken und weitere Tracking-Anforderungen werden dabei direkt in JENTIS abgebildet und anschließend an GA4 übergeben. Wer die Besonderheiten der serverseitigen Datenerfassung berücksichtigt, schafft die Grundlage für belastbare Analysen und eine zukunftssichere Datenerhebung.